MoinMoin,
 
weiß nicht, ob das "Verzetteln" eine reale Gefahr ist, kenne aber auch die Erfahrungswerte dazu nicht. Inwiefern werden die Leute denn in der Borschaft befragt? Ist das ein richtiges Interview? Vielleicht mal Wangui dazu fragen? Im Prinzip wissen die Teilnehmenden ja nicht viel mehr darüber, was hier passieren wird, als die wenigen Infos, die wir ihnen geschickt haben. Das könnten wir ja mit ihnen besprechen.
 
Vielleicht lassen wir den Kenia-Teil einfach raus und konzentrieren uns auf Formulierungen wie "zivilgesellschaftliches Engagement", "gewaltfreie Intervention". "kreative Protestformen" und son shitz. Bestimmte Elemente aus unserem Programm passen ja auch in ein "bürgerliches" Profil rein: Kampagenarbeit, Pressearbeit, Protestgeschichte eingebettet in deutscher Nachkriegsgeschichte, Treffen mit verschiedenen Akteuren aus unterschiedlichen Bewegungen....
 
Sorry nicht besonders konkret, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.
 
Tschönen Tach!
Sara
 
 
 
 
 
Gesendet: Sonntag, 30. Juni 2013 um 01:04 Uhr
Von: barbara@derknut.org
An: actiwisdom@lists.netzguerilla.net
Betreff: [Actiwisdom] Frage wegen Einladung
Hallo ihr Lieben,
wir sind Freitag auf ein Problem mit der Einladung gestoßen bei dem wir
gerne ein feedback von euch hätten:

Wir sind uns unsicher zu was wir offiziell einladen sollen. Klingt jetzt
vermutlich etwas bescheuert und ich weiß nicht so genau ob ich das
Problem in dieser email richtig beschreiben kann.
Wir sind uns unsicher, ob wenn das Wort
Aktivisten/Aktionstraining/ziviler Ungehorsam fällt das bereits negativ
bei der Botschaft ankommt. Also haben wir den Text davon "befreit" was
aber das ergebnis hat, dass sich das Projekt gar nicht mehr liest wie
das was wir vorhaben. Wir würden dann tatsächlich etwas beschreiben, was
so wirklich gar nicht existiert (in Deutschland geht es um bürgerliches
Engagement, wir besuchen Akteurinnen der Friedensbewegung und der
Frauenrechte, in Kenia wollen wir dann gemeinsam mit den Kenianerinnen
eine Konferenz zum Thema demokratische außerparlamentarische
Partizipation veranstalten,...). Vom Gewissen her hätten wir damit nicht
so die Probleme, aber auch Wangui und die vier Studis müssten in dem
Fall eine Geschichte lernen für den Besuch bei der Botschaft bzw für den
Fall, dass bei kengonet nachgefragt wird. Dabei entsteht ein relativ
hohes Risiko, dass die Geschichten nicht deckungsgleich sein werden, was
dann wiederum auch doof für die Visa sein kann.
Die Demokratiegeschichte eckt vielleicht niergendwo an, auf der anderen
Seite könnte die Frage aufkommen, wieso die vier dafür nach Deutschland
kommen sollen und eben diese Gefahr der unterschiedlichen Stories. Die
andere Version, also eine abgeschwächte Version von unserem
tatsächlichen Programm klingt für uns zwar nach recht viel Aktivismus,
aber auf der anderen Seite ist das vielleicht gar nicht schlimm und für
die Leute dort und auch für uns einfacher Konsistent zu halten.
Insofern hätten wir gerne eine Rückmeldung von euch wie ihr das seht.
Versteht ihr das Problem? Habt ihr noch Fragen? Soll ich noch konkreter
werden? Mit welcher Variante hättet ihr weniger Bauchweh?

Liebe Grüße, Barbara
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